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Holz altern lassen Teil II

Wie der ein oder andere vielleicht schon weiß, beschäftige ich mich öfters mit Holz. Natürlich eins vorweg. Ich bin kein Profi, nicht mal wirklich Hobbyhandwerkerin. Echte Drechselarbeits Liebhaber werden mit diesem Beitrag nicht glücklich werden. Und es wird auch nicht darum gehen das Holz möglichst perfekt zu schleifen und zu ölen.

Nein, das hier wird Deko werden. Diejenigen die aber, wie ich selbst, öfters mal fotografiere können jetzt vielleicht profitieren.









Mittlerweile habe ich Holz schon öfters künstlich altern lassen. Darum kann ich die Methode wirklich weiterempfehlen.

Dieses mal habe ich das Ganze noch ein wenig “auf die Spitze” getrieben, bzw. einfach versucht den Effekt noch zu verstärken. Eigentlich übertreibe ich auch wenn ich sage, auf die Spitze getrieben, weil ich das Brettchen nur 2 x bearbeitet habe.

Würde man diesen Vorgang öfters wiederholen sähe das Ganze wohl nochmal etwas “zerstörter” aus. Und das wollen wir ja.









Wenn man wie ich gerne mal sein Essen abfotografiert gehen einem nach einer Zeit einfach ein paar Dinge für ein schönes Foto Drumherum aus. Beziehungsweise fängt man an immer wieder die selben Sachen zu verwenden.

Ich habe jetzt zum Beispiel einfach nur ein Geschirrset im Haus und nicht etliche Teller und Tassen aus schöner Keramik die sich auf Fotos perfekt machen würden. Genau das selbe Problem habe ich bei Brettchen.

Schade eigentlich, aber das kann man relativ günstig beheben.









Also wie ihr sehen könnt hatte ich mal wieder wunderschönes Holz bekommen in Form von 2 Holzbrettchen, mit den Worten “du kannst bestimmt noch etwas damit anfangen”

Ich bräuchte jetzt auch mal kurz einen Holzexperten hier. Erkennt ihr welches Holz das jetzt mal war? Ich schwanke zwischen Buche oder Ahorn und bin mir total unsicher.









So pur und ungeschliffen, mit Fettflecken übersäht, wusste ich sowieso noch nicht welches Potenzial sich in so einem Brettchen verbirgt.

Leider benötigt ihr dieses mal auch das passende Werkzeug. Ich glaub an einer Oszillationssäge kommt ihr nicht wirklich vorbei. Zumindest werdet ihr eine Säge brauchen die relativ präzise arbeitet und nicht zu tief sägt. Gerne dürft ihr es auch per Hand versuchen aber die werdet ihr nachher noch brauchen. Also die Hände und auch nur in Form von etwas Kraft









Wie ihr erkennen könnt habe ich auf dem Brettchen Längsstreifen gezeichnet und diese dann hinterher leicht eingesägt. Dafür hatte ich diese schöne dünnes Sägeblatt.

Das Brett sollte den Anschein erwecken das es aus mehreren Brettern zusammengeleimt wurde. Diese Einkerbungen dürfen zwar ein klein wenig schief werden aber ich würde versuchen sie recht sauber bzw. grade zu sägen.









An Zutaten braucht ihr nicht allzu viel. Erstmal müsstet ihr euch allerdings kurz in meinen Holz altern Artikel einlesen. Den habe ich etwas vereinfacht damit ihr gleich runterscrollen könnt zum Rezept:https://mach-farbe-drueber.de/holz-kuenstlich-altern-lassen-diy/

Ihr werdet nochmal eine Mischung aus Essigessenz und Stahlwolle brauchen. Zusätzlich jedoch noch eine Nagelschere (natürlich ginge alles was einigermaßen das Holz einritzen kann, aber wenn es so werden soll wie bei mir nehmt die Schere) und einen Pfannenreiniger aus Alu.









Also fangen wir an:

Zeichnet zuerst Längsstreifen auf dem Brett ein. Wie ihr die letztenendlich gestaltet ist kreative Freiheit. Nun nehmt euch eine Oszillationssäge zur Hand und sägt diese Streifen vorsichtig ein. Dabei solltet ihr natürlich nicht das Brett duchsägen. Nur ansägen reicht. Das Auge erkennt den Unterschied kaum und schon gar nicht auf Fotos.









Jetzt habe ich zu einer Nagelschere gegriffen und einfach wild drauf los ganz viele lange Kratzer ins Holz gezogen. Zu Anfang gestaltet sich das vielleicht noch etwas schwierig, da das Holz noch trocken ist aber das ändern wir gleich.

Wenn die ersten Streifen im Holz sind bestreicht das komplette Brettchen erstmal mit der Essigessenz/Stahlwolle Tinktur und lasst es einmal etwas durchtrocknen. (20 Minuten)









Ihr werdet sehen das Brett hat sich schon um einiges verändert, aber wir wollen noch weiter machen.

Erstmal wieder der Griff zur Nagelschere und wieder einige Kratzer reinziehen. Ich hab hier übrigens nicht kreuz und quer gearbeitet, sondern versucht grade Einkerbungen zu machen. Nehmt nun ein Pad aus Alu (das hinterlässt so eine schöne graue Farbe) und kreist die ganze Zeit über das Brett.

Versucht die Rillen zu treffen damit diese sich etwas dunkler färben. Durch das sanfte schmirgeln verliert das Brett zwar nochmal an Patina aber das ist jetzt erstmal nicht schlimm.









Habt ihr das Brett in, naja, einer gewünschten Farbe nehmt ihr nochmal die Essigessenz Tinktur und behandelt das Brett ein zweites mal damit.

Jetzt ist es Geschmackssache ob ihr diverse schmirgel/kratz Vorgänge nochmal wiederholen wollt. Desto öfters, desto zerstörter wirkt das Holz natürlich.

Ich hab jetzt nur noch einige Kratzer reingezogen. Außerdem bin ich immer mal wieder mit dem Alupad drüber gekreist bis es mir letztenendlich gefallen hat.









Achso noch etwas. Achtet auch darauf das ihr ruhig einige Kerben an den Rand des Brettes macht. Ich hatte hierzu nochmal die Säge zur Hand genommen und dicke Katscher in den Brettchenrandt gesägt. Das wirkt etwas “natürlicher”

Wenn das Brett komplett durchgetrocknet ist sollte es ungefähr so aussehen wie auf den Fotos hier. Hoffe ich zumindest.









Jedes Holzart reagiert natürlich etwas anders auf den Vorgang. Manches Holz verfärben sich eher rötlich andere nicht so sehr.

Ich persönlich würde ich das Brett nur zu Deko/Fotozwecken verwenden. In diesen ganzen Einkerbungen die wir gemacht haben kann sicheinfach zu viel Dreck sammeln.









Ich hoffe ich konnte euch ein wenig inspirieren. Gerade wenn man öfters mal Fotosets aufbaut.

Ich wünsche euch noch einen tollen Tag ihr Lieben. Bis demnächst. Und bestimmt mit dem Brettchen als Deko für irgendein Rezept ;)

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