kochen / backen

grüne Tomaten Chutney, einfach zuzubereiten

Hey ihr Lieben. Ich hab nochmal eine Kleinigkeit gemacht über die es sich lohnt ein paar Zeilen zu schreiben.

Ich hatte jetzt einige Fotos auf Instagram gestellt und da war nicht wirklich etwas dabei was auch nur annährend an ein Rezept erinnert hätte.









Aber dieses grüne Tomaten Chutney wollte ich euch nicht vorenthalten. Naja erfunden habe ich es natürlich nicht. Unser Rezept ( Mama und Meins) ist eher eine Mischung aus mehreren Rezepten aus dem Internet. Warum überhaupt grüne Tomaten Chutney?

Meine Mutter pflanzt auf ihrem kleinen Balkon jedes Jahr Tomaten an und man wachsen die gut. Sowas ginge auf meinem Balkon nicht, der ist absolut sonnensicher. Total Schade, weil Balkon so ganz ohne Sonne ist ein bisschen wie Pommes ohne Mayo/ Ketchup.









Was ist eigentlich Solanin

Naja, sie hat also einen Balkon der sehr sonnenverwöhnt ist. Allerdings zum Ende des Sommers bleiben oft viele grüne Tomaten übrig. Im Grunde kann man die allerdings jederzeit abernten und nachreifen lassen. Man sollte ihnen etwas Zeit gönnen und sie so bei ungefähr 10-20 Grad liegen lassen. Nach einigen Tagen werden die Guten von ganz alleine reif/rot.

Ist die Tomate allerdings zu klein funktioniert das nicht. Diese Tomaten solltet ihr übrigens auch nicht mehr für das Chutney verwenden, da sie zuviel Solanin enthalten.

















Die Kleinen durften also nur noch zu Dekozwecken genutzt werden. Warum eigentlich? Ja das Solanin gilt als giftig. Ich “wikipedia” mal eben etwas. Also. Solanin ist eine schwach giftige chemische Verbindung die gerade bei Nachtschattengewächsen, also unserer Tomate, vorkommt. Ihr kennt das auch von den Kartoffeln. Die mit den grünen Stellen bzw. grüne Kartoffeln soll man ja nicht essen.









Um ehrlich zu sein, ich schneid das grüne Stückchen Schale immer nur ab und koch und ess sie dann natürlich trotzdem und ich lebe noch. Nein Scherz beiseite. Es wird selbst bei Wikipedia geschrieben (man bin ich beruhigt) das durch das abschneiden von Schale und Co. der Solaningehalt verringt werden kann. Zudem können auch Kartoffeln ohne grüne Stellen eine erhöhte Konzentration aufweisen.









Wieviel Solanin darf man zu sich nehmen?

Alles in allem sind wohl 400 mg Solanin für einen Menschen tödlich, aber ich will euch hier keine Angst machen. Solanin wird übrigens auch nicht durch kochen/braten abgebaut sondern bleibt weiterhin im Lebensmittel und geht auch ins Wasser über. Darum soll man auch das Kochwasser mancher Lebensmittel nicht mehr verwenden.









Naja wie war das mit keine Angst machen? Ne also Ihr müsst schon große Mengen des Chutneys verputzen um die ersten Vergiftungserscheinungen zu haben ( fängt ab 200 mg) aber durch die Lagerung wird das Gift erstens um circa 30 % reduziert und in einer Menge von 100 g Chutney sind diese 200 mg Solanin mehr nicht enthalten. Übertreibt es trotzdem nicht!!









Und esst die Dinger nicht roh und gebt dem Chutney wirklich einen Zeitraum von ungefähr 6 Wochen bevor ihr es esst. So für alle die jetzt nicht abgeschreckt sind erstmal die Zutaten:









  • 500 g grüne Tomaten
  • 1 rote Tomate
  • 200 g Zwiebeln (in meinem FAll rote)
  • 150 g brauner Zucker
  • 80-100 g Rosinen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Ingwerabrieb
  • 1 Chilischote
  • 80 ml Weißweinessig
  • 1 EL Senf
  • 1-2 TL Mehl
  • 1 EL Wasser
  • 1 TL Currypulver





So einfach macht man Chutney

Jetzt das eigentlich Rezept.

Viel ist hier nicht zu beachten. Schneidet alle Zutaten klein, mischt das Ganze lasst es eine Stunde kurz ruhen (ich weiß garn nicht warum wir das immer machen hat sich wohl so eingeschlichen) und kocht dann alles zusammen auf.

















Die Tomaten werden noch Wasser verlieren und es kann passieren das euch selbst nach anderthalb Stunden Einkochzeit noch zu viel Flüssigkeit im Topf ist.

Das Chutney selbst sollte recht zähflüssig sein und sich “bräunlich” verfärbt haben. Ist es euch zu flüssig rührt ruhig ein wenig Wasser mit Mehl an. Also 1 -2 Teelöffel Mehl in eine Tasse geben, einen 1 Esslöffel Wasser dazu alles schön glatt rühren damit ihr keine Klümpchen mehr habt und ab damit ins Chutney. Ihr werdet merken das es recht schnell andickt. Ich mach das immer schrittchenweise , damit es nicht zu dickflüssig wird.

















Aber selbst das wäre nicht allzu schlimm, schmeckt trotzdem toll.

So, nun nehmt euch ein paar Einmach oder in meinem Fall Marmaladen Gläser und gebt diese in einen Topf mit kochendem Wasser um sie zu sterilisieren. Übrigens solltet ihr die abgekochten Gläser nicht mehr mit den Händen berühren. Ganz schlimm wäre es sogar wenn ihr den Deckelrand berührt, zumindets hat meine Oma mich immer davor gewarnt.





Grünes Tomaten Chutney einkochen





Jetzt müsst ihr nur noch das fertige Chuney in die Gläser füllen, gut verschließen und auf den Kopf stellen. Sind die Gläser komplett abgekühlt könnt ihr sie die nächsten 6 Wochen am besten in einem Schrank oder so lagern.









Geöffnete Gläser sollten nach einigen Tagen aufgebraucht und im Kühlschrank gelagert werden. Geschlossen hält sich das Chutney ungefähr, naja alle schreiben ein halbes Jahr, aber ich weiß aus vier Jahren Chutney Erfahrung, es hält sich auch noch weit darüber hinaus und ist noch sehr genießbar.

Am besten schmeckt das grüne Tomaten Chutney zu Gegrilltem finde ich. Natürlich ist das aber Geschmackssache.

Ich melde mich ihr Lieben. Das ein und andere ist noch in Planung.

Bis zum nächsten mal und guten Hunger :**

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung