DIY

Beton-erste Schritte, was sollte man beachten

Ich bin neu verliebt. Ich sags euch. Und diesmal für immer. Naja, so oder so ähnlich hab ich mir das schon öfters gedacht, aber dann bin ich doch nochmal umgeschwenkt. Und so ganz kann ich mich auch nicht von der ein oder anderen “alten Liebe” abwenden.

Ich rede natürlich über Baustoffe. Beton um genau zu sein.









Das Material ist super. Aber auch nicht ganz billig der Spaß. Damit meine ich jetzt nicht mal den Beton selbst, sondern eher die Dinge die ihr eventuell brauchen werdet. Aber dazu später mehr.

Im Speziellen rede ich übrigens über Gießbeton für DIY Anwendungen. Wir werden hier also kein Fundament gießen oder irgendeinen Holzpfosten einbetonieren. Dafür müsstet ihr euch selbst nochmal woandes einlesen. Beton an sich ist schon ein interessantes aber auch weitgefächertes Thema.

Es geht als um Betondeko. Hier ist das Ideal für mich, ein schöner glatter Guss. Klare Kanten, kaum sichbare Lufteinschlüsse, so gefällt mir Betondeko am besten.









Ich zeig euch heute meine ersten Schritte mit dem Material. Das was ich in dieser Zeit schon gelernt habe (durch Fehler natürlich ) und wie es wohl weiter gehen wird bzw. wie man das Ganze noch ausbauen kann.

Beton aus dem Baumarkt

Beton könnt ihr natürlich gleich im Baumarkt besorgen. Das ist wohl auch die günstigere Variante. Hier bekommt ihr unteranderem große Säcke mit Fertigmischungen. Solche Mischungen benötigen nur noch Wasser und fertig. Manch einer schimpf hier aber über die oft fehlende Qualität des Betons.

Oder, ihr mischt es euch komplett selbst an. Beton ist nichts anderes als Zement und Sand/Kies (bzw Gesteinskörnung) und natürlich Wasser. Wie gesagt, je nach Zweck müsst ihr die Mischung anpassen. Allzu großen Objekten würde ich mehr Kies hinzufügen, aber das ist jetzt eher Bauchgefühl.









Wenn ihr sehr große Mengen aufeinmal anmischt, nehmen wir mal an 3-5 Kilogramm, besorgt euch ein “professionelles” Rührgerät. Große Mengen Beton lassen sich schwieriger anmischen als Kleinere. Der Beton den wir hier verwenden werden, würde einfach zu schnell fest werden und sich nur noch unschön verarbeiten lassen, wenn überhaupt.

Wir bleiben aber eh bei kleineren Objekten, Schüsseln, Vasen, Tellern etc.

Ich habe für meine ersten Schritte ja Bastelbeton genommen. Ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen. Damit auch schon zum ersten Punkt.

Holt euch größere Mengen an Beton









Hol dir aufjedenfall viel Beton. Das klingt jetzt komisch, aber es gibt Beton der wird dir im 500 gr Becher angeboten. Damit bekommst du höchsten ein paar kleine Schmuckstücke hin. Für mehr wird das aber nicht reichen. Für einige Formen brauche ich gut 500-800 gr und mehr.

Ein großer Blumenkübel bräuchte bestimmt um die 3 Kg Beton. Ein sehr großer entsprechen nochmal mehr. Volumen auszurechnen ist recht schwer. Manche Anbieter haben auch Tabellen/Rechner zum umrechnen der Gebrauchsmenge. Ich hatte das am Anfang ganz anders eingeschätzt. Also seid euch bewusst, ihr werdet je nach Größe auch wirklich viel Material benötigen.









Vorbereitung ist alles

Meine Erfahrung beim gießen war sowieso, Vorbereitung ist alles. Wasser, (wirklich mit Messbecher abgewogen) Rührgerät und Schüssel zum anrühren müssen bereitstehen. Und natürlich die zu befüllende Form (eventuell eingeölt).

Ich rühre meinen Beton immer in einer Silikonform an. Nach dem gießen kann ich ihn so gut trocknen lassen und dannach im Hausmüll entsorgen. Vorsicht Beton gehört nicht in den Abfluss.

Desto mehr Zeit ihr beim anrühren verwendet, umso mehr Wärme bringt ihr in das Produkt. Dadurch kann es passieren das euer Beton zu früh zu fest wird. Zuviel Wasser solltet ihr, gerade bei solchen Fertigmischungen, auch nicht verwenden. Ihr verflüssigt nur den Zementleim im Produkt und der dient dem Sand und Kies als Bindemittel. Ist dieser also zu sehr verflüssigt worden, wird der Beton bröcklig. Auf der Packung findet ihr immer die entsprechenden Tabellen.









Der Anteil vom Zement ist eher gering und der vom Wasser eben auch, euer Gestein macht meistens so 70%-80% aus.

Beton anmischen, was zu beachten ist

Das erste mal Anmischen war für mich etwas seltsam. Ich dachte mir “so wenige Wasser auf so viel Beton” das kann doch nicht stimmen. Als ich es dann aber weiter verrührt habe, merkte ich ganz schnell das sich Wasser und der Rest super verbinden. Lasst euch, wie schon erwähnt, nur nicht zuviel Zeit mit dem rühren.









Gerade wenn es wärmer ist neigt Beton dazu schneller anzuziehen. Zumindest war das bei mir immer der Fall, zu kalt sollte es aber auch nicht sein.

Ich denk er mag, wie wir alle, Zimmertemperatur und da es sich ja eh um kleine Dekoelemente handelt kann man das auch gut in der Wohnung machen. Legt euch etwas unter, (Beton staubt gerne) tragt Handschuhe und am besten noch eine Maske.

Meine Lieblinge, Silikonformen

So, und wenn wir ihn nun schon angerührt haben muss er natürlich auch in eine Form gebracht werden. Ich habe mittlerweile mein Material für Formen gefunden und ich kann euch auch sagen warum.









Silikon. Ich hab jetzt schon zwei Sachen einbetoniert (kein Scherz, sie ließen sich nicht mehr lösen trotz einölens). Sehr ärgerlich.

Das vermeidet ihr natürlich mit Silikonformen. Aus solchen Formen kann man den Beton ganz einfach rausdrücken. Seid euch nur bewusst, desto weicher das Silikon umso schneller “verformt” es sich auch. Beton ist einfach sehr schwer und drückt gerne mal eine zu weiche Form unschön ein. Härtere Plastikschalen sollten sich auch eignen, aber ich würde zur Vorsicht die Gefäße, Gläser, Tupperschüsseln einölen.

Ist der Beton einmal in der Form gebracht gehts ans “rütteln” . Zumindest mache ich das immer so. Außer bei selbstverdichtenden Beton (da fördert das rütteln eher Luftblasen) !









Nun noch das schwierigste, die Trocknung. Je Größer die Form umso länger die Wartezeit. Das können auch mal gerne zwei Tage und länger werden. Je nach Beton und Größe des Objekts natürlich. Blitzbeton in kleinen Formen trocknet schneller. Viel schneller.

So hab ich die Betonplatten mit Holzkeilen gebastelt

Für die Platten die ihr hier auf den Fotos seht habe ich mit einer ganz einfachen, ausgedienten Kuchenform angefangen. Zuerst wurde eine normale runde Platte gegossen. Darunter habe ich wie ihr sehen könnt, diese Kugeln geklebt. Beim zweiten Versuche wurden diese runden Holzkeile einfach vor dem gießen in die Form geklebt. Dann vorsichtig die Betonmasse dazugeschüttet und dann natürlich abgewartet.









Als alles durchgetrocknet war habe ich das Holz noch kurz abgeschliffen, die Reste vom Beton und Kleber entfernt und dann die Keile letztenendlich mit Kreidefarbe weiß bemalt.

So einfache Kreisformen sind ganz gut um sich erstmal ein wenig mit dem Material vertraut zu machen. Leider sind gute Silikonformen relativ teuer. Auch aus diesem Grund, aber eben auch weil man ja gerne was mal “ganz” eigenes haben möchte, versuche ich mich momentan daran Formen selbst herzustellen.

Auch interessant ist es das Material einzufärben, also nicht anzumalen sondern wirklich einzufärben oder ihn mit anderen Dingen zu kombinieren. Man hat einfach soviele tolle Möglichkeiten.

Hier wurden einfach nur Pllatten mit Holzkugeln beklebt









Wie gesagt das Wichtige für mich persönlich beim Gießbeton ist, dass es wirklich schön sauber aussieht. Gröberer Beton hat auch seinen Charme und es ist letztendlich Geschmackssache, wie so vieles im Leben.

Ich denke, ich werde mich noch länger mit dem Thema auseinandersetzen und euch immer wieder berichten. Seid euch aber bewusst das ich kein Profi bin und es sich hier um “Laientipps” handelt.









Ach,noch etwas in eigener Sache, wenn euch die Schüsseln, Brettchen und Co. gefallen (es hat sich mittlerweile nämlich schon einiges angesammelt) und ihr gar keine Lust auf selber machen habt. Klick





Viel Spaß bei ausprobieren und bis demnächst

Eure Alex





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